„In diesen drei Minuten auf der Bühne muss man voll da sein“

Foto: Besser als gestern

Foto: Besser als gestern

Zum 30. Deutschen Rock & Pop-Preis am 8. Dezember in den Wiesbadener Rhein-Main-Hallen kommen mehr als 70 Nachwuchsmusiker und Bands. Nach zehn Stunden Marathonprogramm entscheidet die Jury über die Gewinner in den Kategorien Pop, Singer Songwriter, Country, Funk & Soul, Alternative, Rock und Hard Rock.

Von Simon Colin. Erschienen im Musikmarkt am 6.12.2012

Seit der Gründung des Deutschen Rock- und Pop Musikerverbands (DRMV) im Jahr 1983 wird auch der Deutsche Rock & Pop-Preis ausgetragen. Quasi am Vorabend des runden Verbandsjubiläums steht am 8. Dezember in den Wiesbadener Rhein-Main-Hallen das Finale des 30. Deutschen Rock & Pop-Preises an. Veranstaltet wird das Marathon-Programm vom DRMV, der Deutschen Popstiftung, dem Musiker Magazin und dem Musikmarkt. Wiesbadens Oberbürgermeister Helmut Georg Müller und Martin Maria Krüger, Präsident des Deutschen Musikrats, sind die Schirmherren und eröffnen das Nachwuchs-Festival um 13.30 Uhr. Ab 14 Uhr geben dann mehr als 70 Solomusiker und Bands vor der mehr als ein Dutzend Musikerköpfe umfassenden Jury ihr Bestes. Kurz vor Mitternacht stehen schließlich die Gewinner in den Hauptkategorien Pop, Singer Songwriter, Country, Funk & Soul, Alternative, Rock und Hard Rock fest. Insgesamt werden beim 30. Deutschen Rock & Pop-Preis Musiker in mehr als 120 Kategorien ausgezeichnet. Den Großteil dieser Preisträger hat die Jury bereits im Vorfeld auf Grundlage der eingereichten Musikproben bestimmt. Bekanntgegeben werden diese Gewinner ebenfalls am 8. Dezember.

„Bewusster Gegensatz zu kommerziellen TV-Nachwuchs-Zeremonien“

„Wir produzieren Künstler, die weitermachen, die Anderen erzeugen Eintagsfliegen“, definierte Ole Seelenmeyer, DRMV-Vorstand, den Anspruch des Festivals gegenüber dem Musikmarkt. Die Macher sehen sich in ihrer kulturellen und künstlerischen Ausrichtung im bewussten Gegensatz zu kommerziellen TV-Nachwuchs-Zeremonien, wie es in einer Pressemitteilung des Verbands heißt. Juli, Pur, Yvonne Catterfeld oder Luxuslärm werden als Beispiele für heute erfolgreiche Künstler genannt, die zu Beginn ihrer Karrieren beim Deutschen Rock & Pop-Preis teilgenommen hatten. Und was machen die Vorjahressieger heute? Da hatte zum Beispiel das aus Marl in Nordrhein-Westfalen stammende Jungs-Quartett „Besser als gestern“ in der Kategorie Alternative gewonnen. Fast 2500 Fans haben die Jungs mittlerweile auf Facebook gesammelt und in Sachen Bravo-Kompatibilität noch einmal einen obendrauf gelegt: die Wuschelmähne ins Gesicht, Weichzeichner über die Fotos – da scheint die Fangemeinde klar im Visier zu sein. Vom Deutsch-Rockigen haben sie sich allerdings nicht verabschiedet. Gerade veröffentlicht wurde das neue Video zum Song „Zeit um aufzustehen“ und die Aufnahme in den Nachwuchspool des WDR 2 Musikclubs könnte ein Türöffner für Radio-Airplay sein. Erschienen ist zudem die erste EP, allerdings sei es nach wie vor schwierig, Gigs zu erhalten, wie es auf Anfrage heißt.

Foto: Die Fraktion

Foto: Die Fraktion

Die Fraktion, Rock-Gewinner 2011, hatten im Sommer mit  „Für immer VfB“ ihre Hymne auf den Fußballclub VfB Stuttgart veröffentlicht. Als Riesenerlebnis bezeichnet die Band auf Anfrage ihre Teilnahme beim Deutschen Rock & Pop Preis. „Es ist eine besondere Bestätigung, dass man nicht nur von drei oder vier Jury-Mitgliedern bewertet wird, sondern von einer ganzen Reihe Musikprofis, die aus den verschiedensten Musiksparten kommen. In diesen drei Minuten auf der Bühne muss man voll da sein.“

Bewerbung für 2013

Solokünstler oder Bands, die sich für den Deutschen Rock & Pop-Preis 2013 bewerben möchten, schicken pro anvisierter Kategorie eine CD mit ihrer Musik an die Deutsche Popstiftung. Einzige Bedingung ist, dass kein Vertrag mit einem Major-Label besteht. Die Anmeldegebühr beträgt 30 Euro und für DRMV-Mitglieder 20 Euro. Nach dem Bewerbungsschluss am 15. August 2013 ermitteln von der Deutschen Popstiftung eingesetzte Juroren die Finalteilnehmer 2013 und die Preisträger der Neben- und Sonderkategorien. Die Teilnahme am Finale kostet 100 Euro je Hauptkategorie und 75 Euro je Sonder- und Nebenkategorie. Hierfür erhalten die Finalisten je 50 Eintrittskarten, die an Fans oder Freunde verteilt werden können.

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