Ein Blick auf die Gewinner des 32. Deutschen Rock & Pop Preises

In acht Kategorien wurden beim Deutschen Rock & Pop Preis Hauptpreise vergeben. Das Branchenmagazin Musikmarkt stellt einige der Gewinner vor. Erschienen im Musikmarkt am 15. Januar 2015.

Deutscher Rock Preis 2014

„Wir sind noch immer im Schwebezustand“, schreibt Viola Tamm auf Facebook nach ihrer Auszeichnung mit dem „Deutschen Rock Preis“ beim 32. Deutschen Rock & Pop Preis 2014 in Siegen. Seit drei Jahren macht die Powerfrau aus dem hessischen Pohlheim mit ihren vier Jungs Musik. Frisch veröffentlicht ist die erste Single „Down“, die in Siegen zudem als „Beste Single 2014“ ausgezeichnet wurde. Das erste Album „It´s not logic“ ist gerade in Produktion und soll im Frühjahr erscheinen. Finanziert wurde es per Crowdfunding über das Projekt „Kulturmut“. „28 Projekte haben an dem Wettbewerb teilgenommen, wir haben den ersten Platz belegt“, sagt Viola Tamm.

Gewinnerin Viola Tamm. Foto: Viola Tamm.

Gewinnerin Viola Tamm. Foto: Viola Tamm.

Ihr ausdrucksstarker Look erinnert an Beth Dito, sie selbst bezeichnet sich als „Soultante, die Jungs um mich rum sind Rocker“. 2014 war für sie und ihre Band ein Durchstarter-Jahr. Beim Saarspektakel in Saarbrücken spielten sie im Vorprogramm von Nena, es folgte der Sieg beim Landesentscheid Hessen zum Deutschen Rock & Pop Preis und dann der Triumph in Siegen. Die Auszeichnung hat für Viola Tamm eine hohe Wertigkeit. Sie hofft, dass nun noch mehr Booker auf sie aufmerksam werden.

Deutscher Pop Preis 2014

In der Tradition von Künstlerinnen wie Tori Amos und Katie Melua sieht sich Sarah Straub. In Siegen wurde sie mit dem „Deutschen Pop Preis“ ausgezeichnet, gewann aber auch in den Kategorien „Beste neue Rock- und Pop Künstlerin 2014“ sowie „Bestes Popalbum“. Das heißt „RED“ und wurde im Mai veröffentlicht.

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„Dieser Preis ist ein unglaublicher Abschluss für ein verrücktes Jahr“, freut sich Sarah Straub. Denn es gab weitere Auszeichnungen für die Sängerin aus Gundelfingen. So wurde sie in das By-on-Programm gewählt, ein Spitzenförderprojekt der bayerischen Staatskanzlei für bayerische Rock- und Popmusiker. Auch die „Initiative Musik“ hat Sarah Straub in ihr Förderprogramm aufgenommen. Ihre Musik enthält Elemente aus Soul, Folk und R´n´B, die Süddeutsche Zeitung bescheinigt ihr „perfekt produzierten Mainstream-Pop, der problemlos in der Heavy Rotation der Formatradios mithalten könnte“. Sarah Straub gilt als Talent mit Potenzial, 2013 spielte sie beim Bluetone-Festival als Opening-Act von Joe Cocker.

Publikumslieblinge und weitere Preisträger

Als Abräumer des Tages dürfen sicherlich die drei Jungs von Kuult aus Essen gelten: Zweiter in der Kategorie „Deutscher Rock Preis“, Zweiter in der Kategorie „Deutscher Singer Songwriter Preis“ und Gewinner des Publikumspreises 2014. „Das war der Preis, den wir unbedingt gewinnen wollten“, sagt Sänger Chris Werner. „Wir machen eigentlich Pop, haben aber Einflüsse aus Rock und spielen auch sehr reduzierte Stücke“, beschriebt er die Musik des Trios und erklärt sich so den Durchmarsch in mehreren Hauptkategorien. Die drei Musiker betreiben gemeinsam eine Musikschule in Essen und spielen erst seit gut einem Jahr zusammen. 80 Konzerte haben sie in dieser Zeit gespielt, mehr als 4.000 Facebook-Likes gesammelt und waren bereits mit Glasperlenspiel und Alexander Knappe auf Tour. „Wir scheinen mit unserer Musik einen Nerv zu treffen“, vermutet Chris Werner. Das Debütalbum soll 2015 erscheinen.

Gewinner Kuult. Foto: Kuult.

Gewinner Kuult. Foto: Kuult.

Bereits seit dreizehn Jahren spielen Nobody knows aus Tangermünde bei Stendal zusammen, Sieger in der Kategorie Country. Das Quintett bezeichnet sich als „Jungfolks einer neuen Generation“, deutsche Folklore ist ein Steckenpferd. Erschienen ist 2014 „Kleinstadtrhapsodien“, das erste Album mit ausschließlich eigenen Stücken. Die Band tourt inzwischen deutschlandweit. „In Deutschland wird man oft noch komisch angeschaut, wenn man sagt, man macht Folklore, das ändert sich hoffentlich bald“, wünscht sich Sänger Max Heckel.

Hanna Meyerholz aus Münster ist die Siegerin in der Kategorie „Singer Songwriter“, das Segment mit den meisten Live-Wettbewerbern beim Deutschen Rock & Pop Preis Finale in Siegen. Hanna Meyerholz studiert an der Art EZ Hochschule der Künste in Holland und hat 2014 ihr erstes Album veröffentlicht: „How to swim“. Melancholische Songs mit Akustik-Gitarre sind ihr Markenzeichen. Nach dem Studienabschluss möchte sie 2015 durch England und Irland touren und hofft, ihren Traum von der Musik noch möglichst lange verfolgen zu können.

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