„Das ist schon ein ziemlich krasses Ding“

In sieben Kategorien wurden beim Deutschen Rock & Pop Preis Hauptpreise vergeben. Die Gewinner hier im Überblick.

Erschienen im Branchenmagazin Musikmarkt am 14. Januar 2016.

Deutscher Rock Preis 2015
„Mein lieber Herr Gesangsverein“. So lautet mehr oder weniger frei übersetzt der Titel des ersten Albums des Rock-Quartetts The Jukes: „My Lovely Mr. Singingclub“. Eventuell haben die vier Jungs aus Rödermark bei Frankfurt diesen Ausruf in letzter Zeit auch noch aus einem anderen Grund etwas öfter gehört: als anerkennende Reaktion auf ihre Auszeichnung mit dem Deutschen Rock Preis 2015 beim Deutschen Rock & Pop Preis in Siegen.

The Jukes. Foto: Anja Skazel.

The Jukes. Foto: Anja Skazel.

„Das ist schon ein ziemlich krasses Ding“, kommentiert Sänger Julien Skazel den Erfolg. Bereits zuvor hatten die Jukes beim Landeswettbewerb Hessen des Deutschen Rock & Pop Preises in Langen den Hauptreis abgeräumt. 2016 wollen sie nun möglichst viele Konzerte spielen und hoffen, dass ihnen der Rock-Preis dabei hilft, ein paar Türen zu öffnen. „Das ist schon eine super Referenz für uns“, sagt Julien Skazel. Der Bandname „The Jukes“ ist übrigens ein Mix aus Juliens Vornamen und dem Vornamen des zweiten Sängers, Lukas Groos. Die Idee kam ihnen bei einem Waldspaziergang. Ihre Musik bezeichnen sie als einen Mix aus Rock, Funk und Blues mit Singer-Songwriter-Elementen.

Deutscher Pop Preis 2015
Dexico aus Wangen im Allgäu haben gleich mehrere Preise abgeräumt beim Deutschen Rock & Pop Preis in Siegen. Neben dem Deutschen Pop Preis wurde die zehn Mann starke Combo auch ausgezeichnet mit dem jeweils ersten Preis für das beste Popalbum, den besten neuen Rock und Pop Künstler des Jahres, die beste Studioaufnahme des Jahres und die beste Instrumentalband des Jahres.

Dexico. Foto: Steffen Österle.

Dexico. Foto: Steffen Österle.

Als Big Pop bezeichnet Trompeter Hans-Jörg Probst den Dexico-Stil: als einen Mix aus Pop und Soul mit anspruchsvollen, facettenreichen Arrangements. Seeed oder auch Jan Delay sind Vorbilder. „Die Auszeichnung mit dem Deutschen Pop Preis kommt zu einem für uns wichtigen Zeitpunkt“, sagt Hans-Jörg Probst. Ende Januar erscheint die Single „Raketen“ und am 18. März wird das Album „Dexicopolis“ veröffentlicht. Dies unter dem eigenen Label Gix Records, Hans-Jörg Probst kümmert sich hierbei auch gleich noch mit um das Marketing. Aktuell arbeiten Dexico an einer eigenen Live-Show und möchten 2016 auf noch mehr Festivals spielen. Beim Chiemsee Summer Festival oder auch beim Tollwood-Festival waren sie bereits zu hören.

Publikumslieblinge und weitere Preisträger
So Izzy haben in Siegen gleich zwei Hauptpreise gewonnen: Sängerin Isabell Heck wurde mit dem Deutschen Singer Preis 2015 prämiert, außerdem ging der Publikumspreis an das Quintett aus Nordheim in Unterfranken. Die Jury wählte So Izzy zudem als beste Electronic Band. Auf Facebook hat die Band die größte Anhängerschar im Vergleich mit den übrigen Hauptgewinnern: mehr als 2650 Likes konnte die Band bislang sammeln.

So Izzy. Foto: Sabine Jung.

So Izzy. Foto: Sabine Jung.

Auf ihrer Webseite kokettieren So Izzy charmant damit, eigentlich ja auch eine Hochzeitsband zu sein. „Um Geld zu verdienen spielen wir auf Hochzeitsfeiern, uns ist es aber auch wichtig, als Akustik-Combo künftig noch mehr zu erreichen“, sagt Gitarrist Ralph Fiegas im Musikmarkt-Gespräch. Sängerin Isabell Heck kam 2015 bei Deutschland sucht den Superstar bis in die Recalls und ist auch in der aktuellen Staffel dabei. Sängerin Lorena Dereser probierte sich 2015 bei den Popstars. So Izzy planen für dieses Jahr unter anderem die Aufnahme eines Albums.

Wie auch im Vorjahr traten in der Kategorie Singer Songwriter besonders viele Künstler gegeneinander an. Den Sieg holte sich Robert Mietzner aus Schöneiche bei Berlin, wie an seiner Hauptstadt-Schnauze unzweifelhaft zu erkennen ist. Für seinen ersten Song „Und dann kommst du“ wurde Mietzner auch mit dem Preis für den besten Popsong und den besten Alternativ-Song ausgezeichnet. Nun soll sein erstes Album folgen. Robert Mietzners Stil wurde von der Berliner Morgenpost irgendwo zwischen Stefan Raab, Helge Schneider, Kurt Krömer und Monty Python verortet. Er ist im Grunde mehr Entertainer als bloß Sänger und sucht nun nach einem Management und einem Produzenten.

An Magistarium aus Neustadt ging der Hard Rock-Preis 2015. Neu erschienen ist das Album „5´55´Till the End of Days“, größter Wunsch für 2016 ist laut Bassist Ingo Luehring eine Tour. Berlin Syndrome sind die Alternative-Preisträger 2015. Die fünfköpfige Studitruppe aus Magdeburg besteht seit 2014 und gewann gut ein Jahr später als Sieger des SWM-Talent-Verstärker-Wettbewerbs eine CD-Produktion: „All for the Good“ heißt die Premieren-EP. 2016 möchte die Band laut Bassist Mathias Wagner noch mehr live auftreten und ihr erstes Album aufnehmen, eventuell via Crowdfunding.

Die Hauptgewinner:
http://www.berlinsyndrome.com
http://www.dexico.de
http://www.the-jukes.de
http://www.magistarium.org
http://www.miro-entertaintment.de
http://www.soizzy.de

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