Mehr Deutschsprachiges, mehr Solo

Beim 33. Deutschen Rock & Pop Preis in Siegen spielen gut 70 Musiker und Bands um den Sieg in einer der sieben Hauptkategorien. Insgesamt wurden im Rahmen des Marathon-Events Preise in mehr als 120 Kategorien vergeben.

Erschienen im Branchenmagazin Musikmarkt am 14. Januar 2016.

„Mal gucken, was so geht“, sagt Michael Witte, der mit seiner Band zum ersten Mal beim Deutschen Rock & Pop Preis teilnimmt. „Es ist alleine schon spannend zu erleben, wie der Ablauf hier getaktet ist, das erfordert eine hohe Professionalität von allen“, urteilt er. Über sieben Stunden hinweg treten beim 33. Deutschen Rock und Pop Preis in Siegen gut siebzig Künstler in sieben Hauptkategorien gegeneinander an. Jeweils einen Song dürfen sie performen, nahezu im Fünf-Minuten-Takt wechseln die Musiker vor den Augen der achtzehnköpfigen Jury.

Die Favoriten in den Hauptkategorien werden live vor Ort ermittelt, die Gewinner in den übrigen 117 Neben- und Sonder-Kategorien wurden zuvor aufgrund der Einreichungen bestimmt, aber ebenfalls live in Siegen verkündet. Michael Witte schafft es zwar in keiner der Hauptkategorien nach oben, sichert sich aber den dritten Platz in der Kategorie „Bester deutschsprachiger Song des Jahres“. Ole Seelenmeyer, Initiator des Rock & Pop Preises und Vorsitzender des Deutschen Rock & Pop Musikerverbands, beobachtet, dass immer mehr Künstler auf Deutsch singen und dass zudem die Zahl der Solokünstler tendenziell zunehme. Juror Bernd Giezek fällt auf, dass viele Künstler ihrer Songs nicht mehr so stark überladen. „Das tut den Titeln gut.“

„Uns geht es darum, auf der Bühne zu stehen“
Manche Sänger und Bands sehen alleine schon die Teilnahme als Sieg an, hatten sie sich doch zuvor im Rahmen eines Bewerbungsverfahrens als Finalisten qualifiziert. Krak aus München zum Beispiel haben gerade ihre erste CD aufgenommen und freuen sich auf eine gute Banderfahrung. „Uns geht es darum, auf der Bühne zu stehen, sagt Bassist Götz Hagemann. Die Indie-Rocker Unlimited aus der Nähe von Heidelberg haben ihre erste CD „Get into your Shoes“ aufgenommen, auf Facebook bereits gut 4000 Fans gesammelt und hoffen auf mehr.

Krak aus München. Foto: Simon Colin.

Krak aus München. Foto: Simon Colin.

In der Kategorie Rock erhalten dann allerdings The Jukes aus Rödermark in Südhessen den „Deutschen Rock Preis 2015“, der „Deutsche Pop Preis 2015“ geht an Dexico aus dem bayerischen Wangen. Robert Mietzner aus der Nähe von Berlin siegt als bester deutscher Singer und Songwriter, den Singer-Preis 2015 holt sich die Band So Izzy aus dem fränkischen Nordheim. In der Kategorie Hard Rock gehen Magistarium als Sieger hervor, Berlin Syndrome landen im Bereich Alternative ganz oben. Erstmals ohne eigene Kategorie sind Country sowie Funk & Soul, die in den Kategorien Pop, beziehungsweise Rock Unterschlupf finden. Hier siegen die Country-Musiker Voices of Sunrise aus Dornburg und Annina Struve & Hugoonion aus Drolshagen.

Auch 2016 in Siegen
Zum zweiten Mal gastierte der Deutsche Rock & Pop Preis in Siegen und auch 2016 geht es wieder ins Sauerland. Präsentiert wird die Veranstaltung vom Deutschen Rock & Pop Musikerverband e.V., der Deutschen Popstiftung, Versicherungsmakler ERPAM, dem Musiker Magazin und Musikmarkt. Schirmherren sind Musikrat-Präsident Martin Maria Krüger und Steffen Mues, Bürgermeister der Stadt Siegen.
Achtzehn Personen umfasste diesmal die Jury. Darunter die Musiker Sarah Dähn, Franziska Bub, Anja Rogler, Peter Kalff, Johannes Nolden, Karl Schauer, Nicole Hirschmann, Sylvia Heinz, Nicky Lüssem, Cordelia Loosen-Sarr und Ludger Poggel. Außerdem Komponist Thomas Blaeschke, Alfred Music Publishing-Geschäftsführer Thomas Petzold, André Scherzer aus dem König & Meyer-Marketing, Tascam-Vertriebler Lutz Sommer und Produzent Mike van Summeren. Desweiteren Daniel Martinez Miquel von Gibson Innovations und Prof. Bernd Giezek, der unter anderem an der International School of Management in Frankfurt unterrichtet.

Große Finale. Foto: Ludwig Czapla.

Große Finale. Foto: Ludwig Czapla.

Bewerbung für 2016
Alle Hauptpreisträger erhalten ein Jahr lang die Mitgliedsleistungen des Deutschen Rock & Pop-Musikerverbands. Am 1. März 2016 startet die Bewerbungsphase für den Deutschen Rock & Pop-Preis 2016. Nachwuchskünstler können sich bis zum 1. Juli mit ihrer Eigenkomposition bewerben. In der Kategorie Song sind auch Cover-Versionen zugelassen. Einzige Bedingung ist, dass kein Vertrag mit einem Major-Label besteht. Die Anmeldegebühr beträgt 30 Euro und für DRMV-Mitglieder 20 Euro. Die Teilnahme am Finale kostet 150 Euro je Hauptkategorie und 100 Euro je Sonder- und Nebenkategorie.

Die Hauptgewinner:
http://www.berlinsyndrome.com
http://www.dexico.de
http://www.the-jukes.de
http://www.magistarium.org
http://www.miro-entertaintment.de
http://www.soizzy.de

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